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Gebrauchtes Keyboard kaufen

Gebrauchtes Keyboard kaufen

 

 

 

Hallo Musikfreunde,

da hat man endlich sein gebrauchtes Traumkeyboard und hat plötzlich wegen einer Unachtsamkeit nur Ärger am Hals. Was kann es schlimmeres geben? Daher diese Tipps, um dies zu vermeiden:

Mit dem neuen Genos gab es im Yamahaforum  wieder Beiträge zum Thema Urheberrecht. Zusammengefasst sollte bei einem Verkauf des Keyboards beachtet werden, dass nachträglich installierte Software vor dem Verkauf komplett gelöscht werden muss, wenn man gleichzeitig diese Software selbst am neuen Instrument weiter nutzen möchte.

Man tritt also die Nutzungsrechte der Software komplett an den Käufer ab, kann sie dann selbst natürlich nicht mehr nutzen.

Ich greife dieses Thema hier mal auf, um dem Käufer Tipps zu geben, damit unnötiger Ärger vermieden wird.

Gerne wird nämlich beim Verkauf damit geworben, dass beim Keyboard -ob neu oder gebraucht -Software im Wert von über xxxx,xx € dabei ist, was die Bereitschaft zum Kauf erhöhen soll. Warum der Schuß aber nach hinten los gehen kann, ist eindeutig im Urheberrechtsgesetz festgelegt.

Fraglich war übrigens lange, ob auch Gebrauchtsoftware überhaupt veräußert werden darf, die nicht auf einem Datenträger vorliegt, sondern die per Download verteilt wird.

Diese Frage war hoch umstritten, der EUGH sagte dann jedoch, dass es grundsätzlich denkbar ist, aber......

- es ist beispielsweise zu beachten, dass dies natürlich nicht für Sicherungskopien gilt, auch wenn diese zu erstellen genehmigt wurden. (Anm. Dann würde aus der Sicherungskopie ja auch eine Raubkopie.)

- Käufer können gebrauchte Software nicht „einfach kaufen“ sondern müssen von sich aus auf die Nutzungsrechte und deren Nachweis achten. Notfalls muss die gesamte Rechtekette bis zum eigentlichen Urheber vorliegen. Nutzungsrechte müssen also übertragen werden.

Hintergrund ist ganz einfach der Grundsatz, dass im Urheberrecht der Nutzer fremder Werke seine Berechtigung zur Nutzung nachweisen muss.

Das bedeutet für den Käufer, dass er mit dem Kauf alle Rechnungen der nachträglich installierten Software verlangen muss. Nur so lässt sich das Nutzungsrecht nachweisen und Ärger kann vermieden werden.